20.11.2019

10.000 Euro mehr Bundesförderung für jedes Mehrgenerationenhaus in 2020
Das Bundesnetzwerk dankt den Bundestagsabgeordneten und allen anderen Mitwirkenden für Ihr Engagement

Der erste wichtige Schritt zur Verstetigung der Mehrgenerationenhäuser ist getan. Der Bundeshaushaltsausschuss beschloss in seiner Bereinigungssitzung vergangene Woche nach Antrag der Regierungsfraktionen, dass jedes der 540 geförderten Mehrgenerationenhäuser im nächsten Jahr 10.000 Euro zusätzliche Mittel erhält. Damit wird die Bundesförderung von 30.000 Euro auf 40.000 Euro aufgestockt. Außerdem wird die Förderung für das seit 2015 arbeitende Bundesnetzwerk um 50.000 Euro aufgestockt. Insgesamt stehen dem Programm damit 5,45 Millionen mehr Gelder zur Verfügung. Der Beschluss steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung durch das Parlament Ende November.

Das Bundesnetzwerk und die Landesnetzwerke der Mehrgenerationenhäuser fokussierten seit dem Frühjahr die Erhöhung der finanziellen Ausstattung der Mehrgenerationenhäuser. Mit Positionspapier, persönlichen Briefen und zahlreichen Gesprächen mit Landes- und Bundestagsabgeordneten fast aller Parteien, rückte man die stagnierende Finanzierung der MGH ins Blickfeld der politischen Entscheidungsträger.

„Die Bundeszuwendung für die Mehrgenerationenhäuser ist trotz zunehmender Inanspruchnahme und Belastung vor allem für die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mehrgenerationenhäusern sowie neuer gesellschaftlicher Herausforderungen und Schwerpunkte seit mehr als 10 Jahren mit 40.000€/Jahr incl. Kofinanzierung unverändert. Die aktuelle Fördersumme berücksichtigt weder den gestiegenen administrativen Aufwand noch Kostensteigerungen (z.B. für Mieten und Sachkosten) noch einen gestiegenen Personalbedarf.“ (Auszug aus dem Positionspapier Finanzielle Ausstattung der MGH)

Das Engagement der Abgeordneten und der Einsatz der Netzwerke, tragen nun erste Früchte. „Wie wichtig unser Netzwerk auf Bundesebene ist, hat sich in den letzten Tagen und Wochen gezeigt. Wir sind damit dem Ziel, die Mehrgenerationenhäuser finanziell zu sichern und zu verstetigen ein Stück näher gekommen. Dies wäre nicht möglich gewesen, ohne den Einsatz und das Fürsprechen vieler Abgeordneter auf Landes- und Bundesebene. Das Bundesnetzwerk bedankt sich im Namen aller Mehrgenerationenhäuser für das Engagement der politischen Vertreter.“, freuen sich die Mitglieder des dreiköpfigen Sprecherrates des Bundesnetzwerkes Dietlind Meyer, Uschi Weber und Thomas Vagedes (v.l. im Bild vor dem Parlament in Berlin) über die frohe Botschaft.

 

Inwieweit die erhöhte Förderung in die Programmverlängerung ab 2021 übergeht, ist eine Frage für die mittelfristige Finanzplanung, die erst im nächsten Jahr entschieden wird. Paloma Miersch, zuständige Referatsleiterin im Bundesfamilienministerium, bezog in einer Mail an die Mehrgenerationenhäuser positiv Stellung dazu: „Wir werden dies in das Haushaltsaufstellungsverfahren für den Bundeshaushalt 2021 und die mittelfristige Finanzplanung einbringen.“ Ganz nach dem Programmslogan „Wir leben Zukunft vor“, können das Bundesnetzwerk und die Mehrgenerationenhäuser motiviert und zuversichtlich nach vorn blicken.

30.09.2019

Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser trifft sich in Kassel – Netzwerkarbeit und politische Agenda stehen im Fokus

Kassel 26 gewählte Repräsentanten der bundesweit 540 Mehrgenerationenhäuser trafen sich vom 23. bis 25. September in Kassel zu Arbeitsgesprächen und strategischen Diskussionen. Mit Dietlind Meyer, Uschi Weber und Thomas Vagedes wurde ein neuer Sprecherrat für die Dauer von zwei Jahren berufen.

Schwerpunkt des Treffens war die Fortführung der Lobbyarbeit für eine Verstetigung und bessere Ausstattung des Bundesprogramms sowie des Bundesnetzwerks. „Die Bundeszuwendung für die Mehrgenerationenhäuser ist trotz zunehmender Inanspruchnahme und Belastung vor allem für die hauptamtlichen Mitarbeiter in den Mehrgenerationenhäusern sowie neuer gesellschaftlicher Herausforderungen und Schwerpunkte seit mehr als 10 Jahren unverändert. Die aktuelle Fördersumme berücksichtigt weder den gestiegenen administrativen Aufwand noch einen gestiegenen Personalbedarf“, so Dietlind Meyer, Sprecherin des Netzwerks. Gemeinsam mit Uschi Weber und Thomas Vagedes führt sie deshalb regelmäßig Gespräche mit Bundestagsabgeordneten und dem Bundesministerium.

Das Treffen im Heilhaus Kassel bot aber nicht nur Raum für Diskussionen über politische Entwicklungen, sondern auch für die weitere Planung der Netzwerkarbeit: Welche Themen sind wichtig, wozu können Positionspapiere erstellt werden? Mit wem wollen wir kooperieren und wie können wir davon profitieren? Die Delegierten der Mehrgenerationenhäuser aus den Bundesländern zeigten sich mit den Ergebnissen der drei Tage sehr zufrieden.

Am 1. Januar 2017 startete das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Mehrgenerationenhäuser sind offene Begegnungsorte und Treffpunkte für alle Menschen, unabhängig ihres Alters oder ihrer Herkunft. Sie ermöglichen Teilhabe, Engagement und Partizipation sowie ein nachbarschaftliches und generationenübergreifendes Miteinander und unterstützen ihre Kommunen bei der Gestaltung des demografischen Wandels vor Ort. Die Häuser haben täglich insgesamt über 60.000 Besucher. Mehr als 33.000 Freiwillige halfen im Jahr 2017 dabei, die rund 18.000 Angebote bundesweit umzusetzen.

Das derzeitige Bundesprogramm endet mit dem Jahr 2020. Aktuell erhält jedes der 540 Mehrgenerationenhäuser in Deutschland eine Bundesförderung von 30.000 € pro Jahr sowie eine Kofinanzierung in Höhe von 10.000 €, zumeist von der jeweiligen Kommune.

Weitere Informationen zum Programm unter www.mehrgenerationenhaeuser.de.

19. Juni 2019

Hessentag 2019 – Landesnetzwerk und Ministerium Seite an Seite

Beim jährlich stattfindenden 10-tägigen Hessentag war das Landesnetzwerk der Hessischen Mehrgenerationenhäuser einen Tag zu Gast am Stand des Ministeriums.

Gemeinsam informierten sie zu den hessischen Häusern sowie zum Bundesnetzwerk.

 

Im Bild Minister für Soziales und Integration Kai Klose und BNW-Sprecherin Dietlind Meyer (ganz links) mit Kolleginnen aus den MGH Lohfelden, MGH Felsberg MGH Karben

4. Juni 2019

Bei uns ist was los!

Heike Kötter (BNW) und Dr. Franziska Giffey (Familienministerin)

Mehrgenerationenhäuser sind aus den Quartieren und Kommunen nicht mehr wegzudenken. Lokal vernetzt, im Sozialraum verankert und der Bevölkerung vor Ort bestens bekannt. Und in jedem Haus steckt ein unglaubliches Knowhow sowie unbegrenzter Ideenreichtum.

Was beim tagtäglichen Wirken im Mehrgenerationenhaus jedoch manchmal in Vergessenheit gerät: Die einzelnen Häuser sind nicht allein! Ein Netz aus rund 540 Mehrgenerationenhäusern überzieht Deutschland nahezu flächendeckend. Um das Potential der Häuser sichtbar zu machen, haben das Bundesfamilienministerium und das Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser gemeinsam dazu aufgerufen erstmals die „Aktionstage Mehrgenerationenhaus“ vom 24. Mai bis 09. Juni 2019 durchzuführen.

Nun wird jeder, der schon mal ein Mehrgenerationenhaus besucht hat, sicher sagen „Aktionstage? Klingt wie ein ganz normaler Tag im Mehrgenerationenhaus. Da ist doch immer Action“ – und würde damit auch Recht haben. Deswegen ist das zweite Ziel der Aktionstage vor allem auch, den alltäglichen Trubel und die Vielfalt der Angebote in der Gesamtheit sichtbar zu machen. Nachbarschaftsfeste, Wahl-Veranstaltungen und Tage der (besonders) offenen Tür – 185 Mehrgenerationenhäuser beteiligen sich bundesweit mit Veranstaltungen an den Aktionstagen. Die Beteiligung ist in allen Bundesländern durchweg sehr gut.

So wurde beispielsweise im Familienzentrum Bammental eine Wa(h)lparty veranstaltet: Unter dem Motto „Wir feiern gemeinsam die Demokratie“ waren alle eingeladen, erst wählen zu gehen und im Anschluss Kaffee und Kuchen zu genießen. Im Mehrgenerationenhaus der Katholischen Familienbildungsstätte Neunkirchen wird unter anderem ein großes deutsch-syrisches Freundschaftsfrühstück im Generationencafé veranstaltet. Das Mehrgenerationenhaus Kirchheim – LINDE Zentrum für Begegnung, Jugend und Kultur veranstaltete einen „Stadtstrand“ mit Palmen, Liegestühlen, einem Surfsimulator – und Informationen zur Wahl. Das Mehrgenerationenhaus in Wertingen organisiert wiederum einen Erste-Hilfe-Kurs für Kinder mit dem Titel „Helden ohne Umhang“ sowie einen Erste-Hilfe-Kurs für Senioren.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey ließ es sich nicht nehmen, die Aktionstage persönlich zu eröffnen: Am 24. Mai, dem Tag der Nachbarn, gab Sie gemeinsam mit Heike Kötter vom Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser sowie dem Geschäftsführer der nebenan.de Stiftung, Sebastian Gallander, den Startschuss für die Tage. Auch Staatsekretärin Juliane Seifert besuchte innerhalb der Aktionstage das Mehrgenerationenhaus Nuthetal und verlieh den Mehrgenerationenhauspreis DemografieGestalter in der Kategorie Partizipationsprozesse. Die Aktionstage finden noch bis zum 9. Juni statt – bestimmt auch in Ihrer Nähe!

Über das Bundesnetzwerk

25. Mai 2019

Bunte Hüte und Konfettiregen – Bundesaktionstage eröffnet

Foto von Oliver Voigt für BMFSFJ

Der Startschuss für die ersten Bundesaktionstage der Mehrgenerationenehäuser fiel am 24. Mai am Tag der Nachbarn im MGH Schwedt.

Das Bundesnetzwerk, vertreten durch Heike Kötter (rechts im Bild), gratulierte zur Auftaktveranstaltung gemeinsam mit der Ministerin Dr. Giffey (Mitte) dem Mehrgenerationenhaus im Lindenquartier in Schwedt zum „DemografieGestalter 2019“ und eröffnete die Aktionstage mit bunten Hut und Konfettiregen.

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15. Mai 2019

Sozialministerin Schreyer: „Grandiose Beteiligung der bayerischen Mehrgenerationenhäuser an den ersten bundesweiten Aktionstagen“ – Generationen

Vom 24. Mai bis zum 9. Juni 2019 finden zum ersten Mal die bundesweiten Aktionstage der Mehrgenerationenhäuser statt. Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer freut sich über die rege Teilnahme der bayerischen Mehrgenerationenhäuser: „Bayerische Mehrgenerationenhäuser beteiligen sich mit den unterschiedlichsten Aktionen, wie dem Filmfest für die Generationen in Waldmünchen, einem Tag der offenen Tür im Münchner Dschungelpalast oder einem Generationenfrühstück in Weidenbach. Ich kann den Bürgerinnen und Bürgern nur empfehlen: Besuchen Sie die bayerischen Mehrgenerationenhäuser an den Aktionstagen und nutzen Sie die vielfältigen Angebote!“

Tausende Menschen in Bayern kommen täglich in die bayerischen Mehrgenerationenhäuser. Schreyer betont: „Die Mehrgenerationenhäuser sind ein wichtiger Baustein für die soziale und kulturelle Infrastruktur. Hier treffen sich beispielsweise Familien, Senioren erhalten Computernachhilfe und Jugendliche stellen Theaterprojekte auf die Beine. Mehrgenerationenhäuser sind Orte der Teilhabe und des Engagements. Sie schaffen Lebensqualität für Generationen vor Ort. Sie sind regionale Impulsgeber und unverzichtbar für generationenübergreifende lokale Angebote. Mehrgenerationenhäuser sind auch unsere Antwort auf die sich verändernden Familien- und Erwerbsstrukturen. Ich danke allen Engagierten sehr herzlich, die sich hier tagtäglich für ein starkes Miteinander der Generationen einsetzen.“

Fachlich gute und engagierte Arbeit zu leisten, reicht oft nicht mehr aus. Mit den Aktionstagen können sich Mehrgenerationenhäuser angemessen präsentieren und die gesellschaftlich wichtige Arbeit, die dort geleistet wird, in der Bevölkerung verankert werden. So werden die Bedeutung des Generationenzusammenhalts und das Miteinander der Generationen für die Bürgerinnen und Bürger deutlich gemacht.

Weitere Informationen zu den Aktionstagen Mehrgenerationenhäuser gibt es unter
Landesnetzwerk Bayerischer Mehrgenerationenhäuser.

Nachhaltige Sicherung gefordert – Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser arbeitet für Verstetigung und bessere Finanzierung des Bundesprogramms

32 gewählte Repräsentanten der bundesweit 540 Mehrgenerationenhäuser trafen sich vom 11. bis 13. März in Berlin zu Arbeitsgesprächen und strategischen Diskussionen.

Teil des Treffens war ein gemeinsamer Termin mit Mitarbeiterinnen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie weiteren Programmpartnern. Die Zukunft der Mehrgenerationenhäuser und die Möglichkeiten zur Überführung aus befristeten Programmen hin zu einem nachhaltig gesicherten Fachprogramm stellten dabei den größten Diskussionspunkt dar. Weitere Themen waren Berichte aus den Netzwerken der einzelnen Bundesländer und aus den vier Arbeitsgruppen des Bundesnetzwerkes.

Darüber hinaus verständigten sich die Mitglieder des Bundesnetzwerkes darauf, ihre Forderung nach einer Erhöhung der Fördermittel in einem Positionspapier zum Ausdruck zu bringen. „Die Bundeszuwendung für die Mehrgenerationenhäuser ist trotz zunehmender Inanspruchnahme und Belastung vor allem für die hauptamtlichen Mitarbeiter in den Mehrgenerationenhäusern sowie neuer gesellschaftlicher Herausforderungen und Schwerpunkte seit mehr als 10 Jahren unverändert. Die aktuelle Fördersumme berücksichtigt weder den gestiegenen administrativen Aufwand noch einen gestiegenen Personalbedarf“, so das Netzwerk in seinem in Kürze erscheinenden Papier.

Das derzeitige Bundesprogramm endet mit dem Jahr 2020. Aktuell erhält jedes der 540 Mehrgenerationenhäuser in Deutschland eine Bundesförderung von 30.000 € pro Jahr sowie eine Kofinanzierung in Höhe von 10.000 €, zumeist von der jeweiligen Kommune.

Am 1. Januar 2017 startete das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Mehrgenerationenhäuser sind offene Begegnungsorte und Treffpunkte für alle Menschen, unabhängig ihres Alters oder ihrer Herkunft. Sie ermöglichen Teilhabe, Engagement und Partizipation sowie ein nachbarschaftliches und generationenübergreifendes Miteinander und unterstützen ihre Kommunen bei der Gestaltung des demografischen Wandels vor Ort. Die Häuser haben täglich insgesamt über 60.000 Besucher. Mehr als 33.000 Freiwillige halfen im Jahr 2017 dabei, die rund 18.000 Angebote bundesweit umzusetzen. Weitere Informationen zum Programm unter www.mehrgenerationenhaeuser.de.