September 2020

Bundesnetzwerktreffen Mehrgenerationenhäuser, Kassel

Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser/Romy Seidel): Teilnehmende Delegierte der Länder beim Bundesnetzwerktreffen der Mehrgenerationenhäuser im MGH Heilhaus Kassel, September 2020

Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser beschließt Mitgliedschaft im Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE), um die Zusammenarbeit und Vernetzung der zivilgesellschaftlichen Akteure zu verstärken.

29 Landesdelegierte der bundesweiten 540 Mehrgenerationenhäuser trafen in Kassel vom 14.-16. September zu fachlichen Diskussionen und zukunftsweisenden Entscheidungen zusammen. Mit dem Ziel die Arbeit der Mehrgenerationenhäuser nachhaltig weiter zu entwickeln und zu sichern, wurden nicht nur die Mitgliedschaft im BBE und damit eine stärkere Zusammenarbeit der zivilgesellschaftlichen Akteure sichtbar gemacht, sondern auch die Lage, Arbeit und Bedarfe der Häuser bezüglich der Auswirkungen der Pandemie thematisiert. Die Häuser zeigten gerade während des Lockdowns ihre Stärken als Anlaufstelle und Knotenpunkte vor Ort. Durch ihre Agilität, Flexibilität und Niedrigschwelligkeit sowie durch verfügbar lokal verankertes bürgerschaftliches Engagement, konnten sie – statt Schockstarre – schnelle Lösungen in der Krise bieten.

Außerdem besprachen die gewählten Repräsentanten neue Anknüpfungspunkte und Strategien der Verstetigung: „Wir geben nicht auf, nach Möglichkeiten zu suchen eine gesetzliche Verankerung der Mehrgenerationenhäuser zu finden. Die Weiterförderung in einem 8-Jahre-Programm gibt den Häusern zwar längere Planungssicherheit, sie wird der Tatsache aber nicht gerecht, dass Mehrgenerationenhäuser in ihren Kommunen längst fest verankerte Institutionen sind. Sie sollten wie solche behandelt werden.“, sagt der Sprecherrat des Bundesnetzwerkes.

Nach dem coronabedingten Ausfall des Märztreffens in Berlin, bei dem meist der Austausch mit Bundespolitik und Bundesverwaltung auf der Agenda steht, plante das Bundesnetzwerk in Kassel ebenfalls Schritte zur öffentlichen Präsenz und Transparenz im Frühjahr 2021. Damit fokussiert das Netzwerk auf den direkten politischen Austausch im Jahr der Bundestagswahlen.

August 2020

Weiterförderung aller Mehrgenerationenhäuser

Neues Bundesprogramm sichert weitere 8 Jahre Generationenarbeit

Mit der Aufnahme des Bundesprogramms Mehrgenerationenhaus als ein Fachprogramm in das gesamtdeutsche Fördersystem wurde der bedeutenden Arbeit der aktuell 534 Mehrgenerationenhäuser zur Schaffung gleichwertiger Lebensverhältnisse in Deutschland Rechnung getragen. Durch ihre flexible Arbeit können die Häuser für gute Entwicklungschancen und faire Teilhabemöglichkeiten für die Menschen in ihren Kommunen sorgen.

Die Förderung wird daher ab 1. Januar 2021 im neuen Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander auf Antrag für alle im laufenden im Bundesprogramm geförderten Mehrgenerationenhäuser nahtlos fortgesetzt: Erstmals in der Programmgeschichte erhalten die Häuser eine hohe Planungssicherheit, denn sie werden nun über eine Laufzeit von acht Jahren gefördert!

Das neue Bundesprogramm baut auf Bewährtem auf und setzt weiterhin auf die enge Zusammenarbeit der Mehrgenerationenhäuser mit ihren Kommunen und die flexible und bedarfsorientierte Ausrichtung ihrer Arbeit sowie auf die Stärkung des Miteinanders aller Generationen. Ab 2021 setzt das Programm aber auch neue Impulse: Unter dem Motto „Miteinander – Füreinander“ wird der Blick auf die Stärkung des sozialen Zusammenhalts und der Demokratie, die Förderung digitaler Kompetenzen und des Engagements sowie auf das Thema ökologische Nachhaltigkeit gerichtet.

Ab August 2020 können sich alle im laufenden Bundesprogramm geförderten Mehrgenerationenhäuser für eine Förderung im Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Miteinander – Füreinander bewerben.

(Text von www.mehrgenerationenhaeuser.de)

Mai 2020

Bunt und kreativ trotz Corona aktiv: MGH Video-Reihe gestartet

 

Vom 21. Mai bis 5. Juni werden in einer elfteiligen Videoreihe Angebote der Mehrgenerationenhäuser vorgestellt. Die elf Beispiele über die Arbeit der Mehrgenerationenhäuser während der Corona-Pandemie finden im Zeitraum der geplanten Bundesaktionstage Mehrgenerationenhaus statt. Diese mussten wegen der Pandemie leider abgesagt werden.

Die selbst gedrehten Kurzfilme finden Sie auf der Website des Bundesprogramms unter https://www.mehrgenerationenhaeuser.de/videoreihe/

Gratulation an die Demografiegestalter 2020

Die Gewinner des diesjährigen Preises stehen fest. Das Bundesnetzwerk gratuliert herzlich dem MGH Torgelow, MGH Dresden, MGH Übach-Palenberg, MGH Lychen und dem MGH Ebstorf. Mehr

Das MGH Familienzentrum-Freudenstadt hat wie die meisten Mehrgenerationenhäuser in der Coronazeit vielfältige Hilfsangebote organisiert wie Nähen von Mund-Nasen-Schutz (Bild1), Basteltipps für Familien (Bild2) oder Einkaufshilfe (Bild3). Lesen Sie mehr dazu im lokalen Pressebericht der Südwest Presse  (20.4.2020)

Informationen zu den Angeboten der Mehrgenerationenhäuser während der Corona-Pandemie werden auf der Bundesseite und in den jeweiligen Häusersteckbriefen gesammelt.

April 2020

Mehrgenerationenhäuser unterstützen vor Ort in der Krise

Die Mehrgenerationenhäuser haben ihre Türen zurzeit geschlossen und können nicht besucht werden. Hinter diesen Türen werden fleißig Angebote neu organisiert, um Jung und Alt in dieser turbulenten Zeit weiter zu unterstützen.

Viele Mehrgenerationenhäuser sind telefonisch, per Email oder über andere digitale Medien zu erreichen. Sie halten Kontakt zu Älteren zu Hause oder beraten Familien. Sie helfen durch ihre Struktur, Knowhow und Netzwerken den Kommunen bei der Organisation von Hilfsangeboten vor Ort.

Die Häuser organisieren mit ihren Ehrenamtlichen vielerorts Einkaufshilfen und nähen Schutzmasken für die Bewohner im Stadtgebiet. In regelmäßigen Newslettern auf Homepages oder Sozialen Netzwerken werden Freizeittipps für zu Hause zusammengestellt oder Spiele und Bücher gesammelt, die dann kontaktlos verschenkt werden.

Informationen zu den Angeboten der Mehrgenerationenhäuser während der Corona-Pandemie werden auf der Bundesseite und in den jeweiligen Häusersteckbriefen gesammelt.

 

Keine Bundesaktionstage Mehrgenerationenhäuser 2020

Die vom 21.5.-7.6. geplanten bundesweiten Aktionstage der Mehrgenerationenhäuser wurden wegen der Pandemie abgesagt, da die Aktionstage oft von einem hohem Publikumsverkehr begleitet sind.

Januar 2020

Land Baden-Württemberg unterstützt Mehrgenerationenhäuser mit rund 800.000 Euro

Foto MGH Greifswald

Mehrgenerationenhäuser bieten nicht nur einen Platz zum Wohnen, sondern fördern das generationenübergreifende Miteinander und Engagement. Hier können sich Jung und Alt begegnen, voneinander lernen und die Gemeinschaft vor Ort beleben. Mit insgesamt rund 800.000 Euro unterstützt das Land in einer ersten Förderrunde deshalb 22 Projekte beim Auf- und Ausbau von Mehrgenerationenhäusern in ganz Baden-Württemberg. Die Förderung der Mehrgenerationenhäuser ist Teil des Impulsprogrammes für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, das die Landesregierung ressortübergreifend im März dieses Jahres beschlossen hat.

„Mehrgenerationenhäuser sind wertvolle Begegnungsorte. Sie stehen allen Menschen offen – unabhängig von Alter oder Herkunft. Auch für Menschen mit wenigen Sozialkontakten können diese einen Platz für gemeinsame Begegnungen und Aktivitäten bieten. Mehrgenerationenhäuser wirken damit auch der Vereinsamung in der Gesellschaft entgegen. Sie sind Ausdruck einer vielfältigen Gesellschaft, die aufeinander achtgibt und zusammenhält“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha anlässlich der Bekanntgabe der Projekte in Stuttgart.

Das Land Baden-Württemberg fördert sowohl den Ausbau von Mehrgenerationenhäuser als auch die Entwicklung neuer Kommunikationsformate, die dazu beitragen, gegenseitige alltagspraktische Hilfeleistungen zu ermöglichen. Unterstützt wird das Land dabei von der Landesarbeitsgemeinschaft Mehrgenerationenhäuser. Der Verein ist ein Zusammenschluss baden-württembergischer Mehrgenerationenhäuser aus dem Bundesprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Die Landesregierung hat im März 2019 ein ressortübergreifendes Impulsprogramm für den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit einem Volumen von 20 Millionen Euro beschlossen. Dabei werden konkrete Projekte aus acht Themenfeldern umgesetzt, die durch mutige und unkonventionelle Ansätze das Miteinander im Land stärken. Für den Auf- und Ausbau von Mehrgenerationenhäusern stehen dem Ministerium für Soziales und Integration in den Jahren 2019 bis 2021 insgesamt rund 2 Millionen Euro zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung vom 30.12.2019 Sozialministerium Baden-Württemberg

November 2019

10.000 Euro mehr Bundesförderung für jedes Mehrgenerationenhaus in 2020

Das Bundesnetzwerk dankt den Bundestagsabgeordneten und allen anderen Mitwirkenden für Ihr Engagement

Der erste wichtige Schritt zur Verstetigung der Mehrgenerationenhäuser ist getan. Der Bundeshaushaltsausschuss beschloss in seiner Bereinigungssitzung vergangene Woche nach Antrag der Regierungsfraktionen, dass jedes der 540 geförderten Mehrgenerationenhäuser im nächsten Jahr 10.000 Euro zusätzliche Mittel erhält. Damit wird die Bundesförderung von 30.000 Euro auf 40.000 Euro aufgestockt. Außerdem wird die Förderung für das seit 2015 arbeitende Bundesnetzwerk um 50.000 Euro aufgestockt. Insgesamt stehen dem Programm damit 5,45 Millionen mehr Gelder zur Verfügung. Der Beschluss steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung durch das Parlament Ende November.

Das Bundesnetzwerk und die Landesnetzwerke der Mehrgenerationenhäuser fokussierten seit dem Frühjahr die Erhöhung der finanziellen Ausstattung der Mehrgenerationenhäuser. Mit Positionspapier, persönlichen Briefen und zahlreichen Gesprächen mit Landes- und Bundestagsabgeordneten fast aller Parteien, rückte man die stagnierende Finanzierung der MGH ins Blickfeld der politischen Entscheidungsträger.

„Die Bundeszuwendung für die Mehrgenerationenhäuser ist trotz zunehmender Inanspruchnahme und Belastung vor allem für die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Mehrgenerationenhäusern sowie neuer gesellschaftlicher Herausforderungen und Schwerpunkte seit mehr als 10 Jahren mit 40.000€/Jahr incl. Kofinanzierung unverändert. Die aktuelle Fördersumme berücksichtigt weder den gestiegenen administrativen Aufwand noch Kostensteigerungen (z.B. für Mieten und Sachkosten) noch einen gestiegenen Personalbedarf.“ (Auszug aus dem Positionspapier Finanzielle Ausstattung der MGH)

Das Engagement der Abgeordneten und der Einsatz der Netzwerke, tragen nun erste Früchte. „Wie wichtig unser Netzwerk auf Bundesebene ist, hat sich in den letzten Tagen und Wochen gezeigt. Wir sind damit dem Ziel, die Mehrgenerationenhäuser finanziell zu sichern und zu verstetigen ein Stück näher gekommen. Dies wäre nicht möglich gewesen, ohne den Einsatz und das Fürsprechen vieler Abgeordneter auf Landes- und Bundesebene. Das Bundesnetzwerk bedankt sich im Namen aller Mehrgenerationenhäuser für das Engagement der politischen Vertreter.“, freuen sich die Mitglieder des dreiköpfigen Sprecherrates des Bundesnetzwerkes Dietlind Meyer, Uschi Weber und Thomas Vagedes (v.l. im Bild vor dem Parlament in Berlin) über die frohe Botschaft.

Inwieweit die erhöhte Förderung in die Programmverlängerung ab 2021 übergeht, ist eine Frage für die mittelfristige Finanzplanung, die erst im nächsten Jahr entschieden wird. Paloma Miersch, zuständige Referatsleiterin im Bundesfamilienministerium, bezog in einer Mail an die Mehrgenerationenhäuser positiv Stellung dazu: „Wir werden dies in das Haushaltsaufstellungsverfahren für den Bundeshaushalt 2021 und die mittelfristige Finanzplanung einbringen.“ Ganz nach dem Programmslogan „Wir leben Zukunft vor“, können das Bundesnetzwerk und die Mehrgenerationenhäuser motiviert und zuversichtlich nach vorn blicken.

September 2019

Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser trifft sich in Kassel – Netzwerkarbeit und politische Agenda stehen im Fokus

Kassel 26 gewählte Repräsentanten der bundesweit 540 Mehrgenerationenhäuser trafen sich vom 23. bis 25. September in Kassel zu Arbeitsgesprächen und strategischen Diskussionen.

Mit Dietlind Meyer, Uschi Weber und Thomas Vagedes wurde ein neuer Sprecherrat für die Dauer von zwei Jahren berufen.

Schwerpunkt des Treffens war die Fortführung der Lobbyarbeit für eine Verstetigung und bessere Ausstattung des Bundesprogramms sowie des Bundesnetzwerks. Die Bundeszuwendung für die Mehrgenerationenhäuser ist trotz zunehmender Inanspruchnahme und Belastung vor allem für die hauptamtlichen Mitarbeiter in den Mehrgenerationenhäusern sowie neuer gesellschaftlicher Herausforderungen und Schwerpunkte seit mehr als 10 Jahren unverändert. Die aktuelle Fördersumme berücksichtigt weder den gestiegenen administrativen Aufwand noch einen gestiegenen Personalbedarf“, so Dietlind Meyer, Sprecherin des Netzwerks. Gemeinsam mit Uschi Weber und Thomas Vagedes führt sie deshalb regelmäßig Gespräche mit Bundestagsabgeordneten und dem Bundesministerium.

Delegierte in Kassel

Das Treffen im Heilhaus Kassel bot aber nicht nur Raum für Diskussionen über politische Entwicklungen, sondern auch für die weitere Planung der Netzwerkarbeit: Welche Themen sind wichtig, wozu können Positionspapiere erstellt werden? Mit wem wollen wir kooperieren und wie können wir davon profitieren? Die Delegierten der Mehrgenerationenhäuser aus den Bundesländern zeigten sich mit den Ergebnissen der drei Tage sehr zufrieden.

Am 1. Januar 2017 startete das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Mehrgenerationenhäuser sind offene Begegnungsorte und Treffpunkte für alle Menschen, unabhängig ihres Alters oder ihrer Herkunft. Sie ermöglichen Teilhabe, Engagement und Partizipation sowie ein nachbarschaftliches und generationenübergreifendes Miteinander und unterstützen ihre Kommunen bei der Gestaltung des demografischen Wandels vor Ort. Die Häuser haben täglich insgesamt über 60.000 Besucher. Mehr als 33.000 Freiwillige halfen im Jahr 2017 dabei, die rund 18.000 Angebote bundesweit umzusetzen.

Das derzeitige Bundesprogramm endet mit dem Jahr 2020. Aktuell erhält jedes der 540 Mehrgenerationenhäuser in Deutschland eine Bundesförderung von 30.000 € pro Jahr sowie eine Kofinanzierung in Höhe von 10.000 €, zumeist von der jeweiligen Kommune.

Weitere Informationen zum Programm unter www.mehrgenerationenhaeuser.de.

Juni 2019

Hessentag 2019 – Landesnetzwerk und Ministerium Seite an Seite

Beim jährlich stattfindenden 10-tägigen Hessentag war das Landesnetzwerk der Hessischen Mehrgenerationenhäuser einen Tag zu Gast am Stand des Ministeriums. Gemeinsam informierten sie zu den hessischen Häusern sowie zum Bundesnetzwerk.

Im Bild Minister für Soziales und Integration Kai Klose und BNW-Sprecherin Dietlind Meyer (ganz links) mit Kolleginnen aus den MGH Lohfelden, MGH Felsberg MGH Karben

Mai 2019

Bei uns ist was los!

Heike Kötter (BNW) und Dr. Franziska Giffey (Familienministerin)

Mehrgenerationenhäuser sind aus den Quartieren und Kommunen nicht mehr wegzudenken. Lokal vernetzt, im Sozialraum verankert und der Bevölkerung vor Ort bestens bekannt. Und in jedem Haus steckt ein unglaubliches Knowhow sowie unbegrenzter Ideenreichtum.

Was beim tagtäglichen Wirken im Mehrgenerationenhaus jedoch manchmal in Vergessenheit gerät: Die einzelnen Häuser sind nicht allein! Ein Netz aus rund 540 Mehrgenerationenhäusern überzieht Deutschland nahezu flächendeckend. Um das Potential der Häuser sichtbar zu machen, haben das Bundesfamilienministerium und das Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser gemeinsam dazu aufgerufen erstmals die „Aktionstage Mehrgenerationenhaus“ vom 24. Mai bis 09. Juni 2019 durchzuführen.

Nun wird jeder, der schon mal ein Mehrgenerationenhaus besucht hat, sicher sagen „Aktionstage? Klingt wie ein ganz normaler Tag im Mehrgenerationenhaus. Da ist doch immer Action“ – und würde damit auch Recht haben. Deswegen ist das zweite Ziel der Aktionstage vor allem auch, den alltäglichen Trubel und die Vielfalt der Angebote in der Gesamtheit sichtbar zu machen. Nachbarschaftsfeste, Wahl-Veranstaltungen und Tage der (besonders) offenen Tür – 185 Mehrgenerationenhäuser beteiligen sich bundesweit mit Veranstaltungen an den Aktionstagen. Die Beteiligung ist in allen Bundesländern durchweg sehr gut.

So wurde beispielsweise im Familienzentrum Bammental eine Wa(h)lparty veranstaltet: Unter dem Motto „Wir feiern gemeinsam die Demokratie“ waren alle eingeladen, erst wählen zu gehen und im Anschluss Kaffee und Kuchen zu genießen. Im Mehrgenerationenhaus der Katholischen Familienbildungsstätte Neunkirchen wird unter anderem ein großes deutsch-syrisches Freundschaftsfrühstück im Generationencafé veranstaltet. Das Mehrgenerationenhaus Kirchheim – LINDE Zentrum für Begegnung, Jugend und Kultur veranstaltete einen „Stadtstrand“ mit Palmen, Liegestühlen, einem Surfsimulator – und Informationen zur Wahl. Das Mehrgenerationenhaus in Wertingen organisiert wiederum einen Erste-Hilfe-Kurs für Kinder mit dem Titel „Helden ohne Umhang“ sowie einen Erste-Hilfe-Kurs für Senioren.

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey ließ es sich nicht nehmen, die Aktionstage persönlich zu eröffnen: Am 24. Mai, dem Tag der Nachbarn, gab Sie gemeinsam mit Heike Kötter vom Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser sowie dem Geschäftsführer der nebenan.de Stiftung, Sebastian Gallander, den Startschuss für die Tage. Auch Staatsekretärin Juliane Seifert besuchte innerhalb der Aktionstage das Mehrgenerationenhaus Nuthetal und verlieh den Mehrgenerationenhauspreis DemografieGestalter in der Kategorie Partizipationsprozesse. Die Aktionstage finden noch bis zum 9. Juni statt – bestimmt auch in Ihrer Nähe!

Über das Bundesnetzwerk

Bunte Hüte und Konfettiregen – Bundesaktionstage eröffnet

Foto von Oliver Voigt für BMFSFJ

Der Startschuss für die ersten Bundesaktionstage der Mehrgenerationenehäuser fiel am 24. Mai am Tag der Nachbarn im MGH Schwedt.

Das Bundesnetzwerk, vertreten durch Heike Kötter (rechts im Bild), gratulierte zur Auftaktveranstaltung gemeinsam mit der Ministerin Dr. Giffey (Mitte) dem Mehrgenerationenhaus im Lindenquartier in Schwedt zum „DemografieGestalter 2019“ und eröffnete die Aktionstage mit bunten Hut und Konfettiregen.

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Sozialministerin Schreyer: „Grandiose Beteiligung der bayerischen Mehrgenerationenhäuser an den ersten bundesweiten Aktionstagen“ – Generationen

Vom 24. Mai bis zum 9. Juni 2019 finden zum ersten Mal die bundesweiten Aktionstage der Mehrgenerationenhäuser statt. Bayerns Sozialministerin Kerstin Schreyer freut sich über die rege Teilnahme der bayerischen Mehrgenerationenhäuser: „Bayerische Mehrgenerationenhäuser beteiligen sich mit den unterschiedlichsten Aktionen, wie dem Filmfest für die Generationen in Waldmünchen, einem Tag der offenen Tür im Münchner Dschungelpalast oder einem Generationenfrühstück in Weidenbach. Ich kann den Bürgerinnen und Bürgern nur empfehlen: Besuchen Sie die bayerischen Mehrgenerationenhäuser an den Aktionstagen und nutzen Sie die vielfältigen Angebote!“

Tausende Menschen in Bayern kommen täglich in die bayerischen Mehrgenerationenhäuser. Schreyer betont: „Die Mehrgenerationenhäuser sind ein wichtiger Baustein für die soziale und kulturelle Infrastruktur. Hier treffen sich beispielsweise Familien, Senioren erhalten Computernachhilfe und Jugendliche stellen Theaterprojekte auf die Beine. Mehrgenerationenhäuser sind Orte der Teilhabe und des Engagements. Sie schaffen Lebensqualität für Generationen vor Ort. Sie sind regionale Impulsgeber und unverzichtbar für generationenübergreifende lokale Angebote. Mehrgenerationenhäuser sind auch unsere Antwort auf die sich verändernden Familien- und Erwerbsstrukturen. Ich danke allen Engagierten sehr herzlich, die sich hier tagtäglich für ein starkes Miteinander der Generationen einsetzen.“

Fachlich gute und engagierte Arbeit zu leisten, reicht oft nicht mehr aus. Mit den Aktionstagen können sich Mehrgenerationenhäuser angemessen präsentieren und die gesellschaftlich wichtige Arbeit, die dort geleistet wird, in der Bevölkerung verankert werden. So werden die Bedeutung des Generationenzusammenhalts und das Miteinander der Generationen für die Bürgerinnen und Bürger deutlich gemacht.

Weitere Informationen zu den Aktionstagen Mehrgenerationenhäuser gibt es unter Landesnetzwerk Bayerischer Mehrgenerationenhäuser.

März 2019

Nachhaltige Sicherung gefordert – Bundesnetzwerk Mehrgenerationenhäuser arbeitet für Verstetigung und bessere Finanzierung des Bundesprogramms

32 gewählte Repräsentanten der bundesweit 540 Mehrgenerationenhäuser trafen sich vom 11. bis 13. März in Berlin zu Arbeitsgesprächen und strategischen Diskussionen.

Teil des Treffens war ein gemeinsamer Termin mit Mitarbeiterinnen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie weiteren Programmpartnern. Die Zukunft der Mehrgenerationenhäuser und die Möglichkeiten zur Überführung aus befristeten Programmen hin zu einem nachhaltig gesicherten Fachprogramm stellten dabei den größten Diskussionspunkt dar. Weitere Themen waren Berichte aus den Netzwerken der einzelnen Bundesländer und aus den vier Arbeitsgruppen des Bundesnetzwerkes.

Plenum am 12.3.

Darüber hinaus verständigten sich die Mitglieder des Bundesnetzwerkes darauf, ihre Forderung nach einer Erhöhung der Fördermittel in einem Positionspapier zum Ausdruck zu bringen. „Die Bundeszuwendung für die Mehrgenerationenhäuser ist trotz zunehmender Inanspruchnahme und Belastung vor allem für die hauptamtlichen Mitarbeiter in den Mehrgenerationenhäusern sowie neuer gesellschaftlicher Herausforderungen und Schwerpunkte seit mehr als 10 Jahren unverändert. Die aktuelle Fördersumme berücksichtigt weder den gestiegenen administrativen Aufwand noch einen gestiegenen Personalbedarf“, so das Netzwerk in seinem in Kürze erscheinenden Papier.

Das derzeitige Bundesprogramm endet mit dem Jahr 2020. Aktuell erhält jedes der 540 Mehrgenerationenhäuser in Deutschland eine Bundesförderung von 30.000 € pro Jahr sowie eine Kofinanzierung in Höhe von 10.000 €, zumeist von der jeweiligen Kommune.

Am 1. Januar 2017 startete das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Mehrgenerationenhäuser sind offene Begegnungsorte und Treffpunkte für alle Menschen, unabhängig ihres Alters oder ihrer Herkunft. Sie ermöglichen Teilhabe, Engagement und Partizipation sowie ein nachbarschaftliches und generationenübergreifendes Miteinander und unterstützen ihre Kommunen bei der Gestaltung des demografischen Wandels vor Ort. Die Häuser haben täglich insgesamt über 60.000 Besucher. Mehr als 33.000 Freiwillige halfen im Jahr 2017 dabei, die rund 18.000 Angebote bundesweit umzusetzen. Weitere Informationen zum Programm unter www.mehrgenerationenhaeuser.de.

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